Die Globalisierung schreitet immer mehr voran, doch
Globalisierung ist kein Phänomen des 21 Jahrhunderts. Schon in der
Vergangenheit haben Menschen oder Nationen versucht sich mit anderen zu verknüpfen.
Vom Telegramm bis zur kurzen Whatsapp – Nachricht war es eine langer Weg,
trotzdem verfolgen wir heute dieselben Ziele wie die Menschen damals. Trotzdem
gibt es einige Unterschiede durch die „totale“
Vernetzung weltweit, haben „wir“ uns verwundbarer gemacht in puncto Wirtschaftspolitik.
Fast alle Lebensbereiche sind von dieser Entwicklung betroffen. In meine Leben
bemerk ist dies beispielsweise in der Unterhaltungsbranche. Da wir in der „amerikanischen
Hochkultur“ leben sind alle nahezu alle Unterhaltungsmedien vorbelastet. Die
bekanntesten Sitcoms –amerikanisch- , Bestseller – amerikanisch-, Kassenschlager
in den Kinos –amerikanisch-. Ob diese Entwicklung gut ist muss jeder selbst für
sich beantworten. Ich finde obwohl diese Entwicklung auch Nachteile mit sich
bringt wie den Verlust der eigenen Kultur bzw. Sitten, überwiegen die Vorteile
bei weitem.
In meinem Leben existieren zwei Kulturen die österreichische
und die congolaisische, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ich im
Congo geboren wurde und fast meine gesamte Kindheit dort verbracht habe, war
ich an die dortige Kultur gewohnt. Die Auswanderung nach Österreich war einen
echter Kulturschock. Ich war als Kind einige Male verreist und habe andere
Kulturen kennen gelernt, doch da sich diese Reise Ziele nie außerhalb Afrikas
befanden, waren die Kulturen der mir gewohnten immer sehr ähnlich. Umso größer waren
der Schock und die Umstellung auf die österreichische Kultur. Mittlerweile
kenne ich kaum was anders als das „österreichische“ klar wird der Bezug zum
Congo (hoffentlich) nie ganz verloren gehen, doch durch meine soziales Umfeld
die Schule ect. bestimmt die österreichische bzw. die „globale Kultur“ mein
Leben. Medien wie mein Smartphone,
Facebook, … begleiten mich täglich und aus meinem Leben wegen zu denken sind
sie kaum noch. Durch diese Medien bin ich imstande auch mit Freunden oder
Familie die nicht hier in Österreich leben in Kontakt zu bleiben und
beispielsweise über Facebook immer „uptodate“ über ihr Leben zu sein. Nicht nur
das ich auf mein Smartphone und soziale Medien nicht verzichten will, ich
glaube das ich auf diese auch gar nicht mehr verzichten könnte.
Ich verstehe die Angst um den Verlust der lokalen Traditionn
sehr gut. Kultur und Tradition spielen eine wichtige Rolle im Leben einer
Gesellschaft. Auch wenn man sich diesen Traditionen nicht anschließen möchte,
ist man tagtäglich von ihnen umgeben. Die Kultur macht den Unterschied. Sie
macht anders und interessant. In Österreich werden in letzter Zeit Maßhnahmen
ergriffen, um zu "gelokalisieren". Es gibt Feste wie z.b.: die Wiesen
bei denen man sich traditionell kleidet und isst. wird. Sonst wäre mir nicht
sonderlich aufgefallen, dass man versucht, das alte Nationalitätsgefühl wieder
zurückzubekommen.
Da ich schon mit zwei Kulturen und Sprachen aufgewachsen bin und
später in meinem Leben mit vielen weiteren Kulturen, durch das Reisen, konfrontiert wurde, kann ich schwer sagen, ob
mir viel an der österreichischen Kultur liegt. Ich hätte mir gewünscht einen
besseren Einblick in der österreichischen Kultur haben zu können. Doch diese
Chance hatte ich nicht.
Hybride Kulturen wären mir bis jetzt nicht besonders
negativ oder unheimlich aufgefallen. Der
einzige Nachteil bei hybriden Kulturen wär, dass von beiden Kulturen bei der
"Verschmelzung" ein wenig verloren geht. Wenn aus zwei Kulturen eine
neue entsteht, dann sind beide nicht mehr vollständig enthalten, sondern je eine
auf die andere abgestimmt. Kontakt zu hybrid Kulturen haben ich kaum, natürlich
erlebe ich aus Freundeskreis uns Bekanntenkreis, andere Kulturen mit aber mir
fehlt der Kontakt um Hybridkulturen beurteilen zu können.
Ich würde mich weniger als hybrid kulturelles Wesen
beschreiben und mehr als jemanden mit zwei verschieden Kulturen. Denn auch wenn
die österreichische Kultur einen wenig „amerikanisiert“ ist, ist klar erkennbar was sie in ihrer
Grundform noch präsent ist und sie sich nur der Globalisierung anpasst und
weniger mit der amerikanischen Kultur verschmelzt.
Beurteilungskriterium
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Abstufungen
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Beantwortung der Fragen
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sehr ausführlich
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ausführlich
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ausreichend
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minimalistisch
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zu wenig
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InhaltlicheAuseinandersetzung mit den Fragen
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sehr ausführlich
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ausführlich
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ausreichend
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minimalistisch
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zu wenig
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PersönlicheAuseinandersetzung mit den Fragen
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sehr ausführlich
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ausführlich
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ausreichend
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minimalistisch
|
zu wenig
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Liebe Christelle,
AntwortenLöschenDu hast dir gute Überlegungen zum Thema gemacht und ich finde vor allem deinen persönlichen Zugang und deine Erfahrungen sehr interessant! Auch dass du dich nicht als ein hybrid kulturelles Wesen siehst, sondern als ein Mensch mit zwei Kulturen finde ich bemerkenswert. Daraus interpretiere ich, dass du die österreichische und congolesische Kultur eher voreinander abtrennst und nicht zusammenführst. Mich hätte noch interessiert, warum es dir in deinem Leben hier kaum möglich war, Einblick oder Kontakt zur "österreichischen Kultur" zu bekommen? Was verstehst du überhaupt darunter? Wie grenzt du dich da ab? Viele komplexe Fragen, die ich sehr interessant finde... ;-)! Wenn du Lust und Zeit hast, kannst du sie mir ja vielleicht noch kurz beantworten! Gut gemacht!