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Samstag, 28. März 2015

Globalisierung und Kultur


Die Globalisierung schreitet immer mehr voran, doch Globalisierung ist kein Phänomen des 21 Jahrhunderts. Schon in der Vergangenheit haben Menschen oder Nationen versucht sich mit anderen zu verknüpfen. Vom Telegramm bis zur kurzen Whatsapp – Nachricht war es eine langer Weg, trotzdem verfolgen wir heute dieselben Ziele wie die Menschen damals. Trotzdem gibt es einige Unterschiede durch die „totale“  Vernetzung weltweit, haben „wir“ uns verwundbarer gemacht in puncto Wirtschaftspolitik. Fast alle Lebensbereiche sind von dieser Entwicklung betroffen. In meine Leben bemerk ist dies beispielsweise in der Unterhaltungsbranche. Da wir in der „amerikanischen Hochkultur“ leben sind alle nahezu alle Unterhaltungsmedien vorbelastet. Die bekanntesten Sitcoms –amerikanisch- , Bestseller – amerikanisch-, Kassenschlager in den Kinos –amerikanisch-. Ob diese Entwicklung gut ist muss jeder selbst für sich beantworten. Ich finde obwohl diese Entwicklung auch Nachteile mit sich bringt wie den Verlust der eigenen Kultur bzw. Sitten, überwiegen die Vorteile bei weitem.
In meinem Leben existieren zwei Kulturen die österreichische und die congolaisische, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ich im Congo geboren wurde und fast meine gesamte Kindheit dort verbracht habe, war ich an die dortige Kultur gewohnt. Die Auswanderung nach Österreich war einen echter Kulturschock. Ich war als Kind einige Male verreist und habe andere Kulturen kennen gelernt, doch da sich diese Reise Ziele nie außerhalb Afrikas befanden, waren die Kulturen der mir gewohnten immer sehr ähnlich. Umso größer waren der Schock und die Umstellung auf die österreichische Kultur. Mittlerweile kenne ich kaum was anders als das „österreichische“ klar wird der Bezug zum Congo (hoffentlich) nie ganz verloren gehen, doch durch meine soziales Umfeld die Schule ect. bestimmt die österreichische bzw. die „globale Kultur“ mein Leben. Medien wie mein  Smartphone, Facebook, … begleiten mich täglich und aus meinem Leben wegen zu denken sind sie kaum noch. Durch diese Medien bin ich imstande auch mit Freunden oder Familie die nicht hier in Österreich leben in Kontakt zu bleiben und beispielsweise über Facebook immer „uptodate“ über ihr Leben zu sein. Nicht nur das ich auf mein Smartphone und soziale Medien nicht verzichten will, ich glaube das ich auf diese auch gar nicht mehr verzichten könnte.
Ich verstehe die Angst um den Verlust der lokalen Traditionn sehr gut. Kultur und Tradition spielen eine wichtige Rolle im Leben einer Gesellschaft. Auch wenn man sich diesen Traditionen nicht anschließen möchte, ist man tagtäglich von ihnen umgeben. Die Kultur macht den Unterschied. Sie macht anders und interessant. In Österreich werden in letzter Zeit Maßhnahmen ergriffen, um zu "gelokalisieren". Es gibt Feste wie z.b.: die Wiesen bei denen man sich traditionell kleidet und isst. wird. Sonst wäre mir nicht sonderlich aufgefallen, dass man versucht, das alte Nationalitätsgefühl wieder zurückzubekommen.
Da ich schon mit zwei  Kulturen und Sprachen aufgewachsen bin und später in meinem Leben mit vielen weiteren Kulturen,  durch das Reisen,  konfrontiert wurde, kann ich schwer sagen, ob mir viel an der österreichischen Kultur liegt. Ich hätte mir gewünscht einen besseren Einblick in der österreichischen Kultur haben zu können. Doch diese Chance hatte ich nicht.
Hybride Kulturen wären mir bis jetzt nicht besonders negativ  oder unheimlich aufgefallen. Der einzige Nachteil bei hybriden Kulturen wär, dass von beiden Kulturen bei der "Verschmelzung" ein wenig verloren geht. Wenn aus zwei Kulturen eine neue entsteht, dann sind beide nicht mehr vollständig enthalten, sondern je eine auf die andere abgestimmt. Kontakt zu hybrid Kulturen haben ich kaum, natürlich erlebe ich aus Freundeskreis uns Bekanntenkreis, andere Kulturen mit aber mir fehlt der Kontakt um Hybridkulturen beurteilen zu können.

Ich würde mich weniger als hybrid kulturelles Wesen beschreiben und mehr als jemanden mit zwei verschieden Kulturen. Denn auch wenn die österreichische Kultur einen wenig „amerikanisiert“  ist, ist klar erkennbar was sie in ihrer Grundform noch präsent ist und sie sich nur der Globalisierung anpasst und weniger mit der amerikanischen Kultur verschmelzt. 
Beurteilungskriterium
Abstufungen
Beantwortung der Fragen
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
InhaltlicheAuseinandersetzung mit den Fragen
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
PersönlicheAuseinandersetzung mit den Fragen
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig


1 Kommentar:

  1. Liebe Christelle,
    Du hast dir gute Überlegungen zum Thema gemacht und ich finde vor allem deinen persönlichen Zugang und deine Erfahrungen sehr interessant! Auch dass du dich nicht als ein hybrid kulturelles Wesen siehst, sondern als ein Mensch mit zwei Kulturen finde ich bemerkenswert. Daraus interpretiere ich, dass du die österreichische und congolesische Kultur eher voreinander abtrennst und nicht zusammenführst. Mich hätte noch interessiert, warum es dir in deinem Leben hier kaum möglich war, Einblick oder Kontakt zur "österreichischen Kultur" zu bekommen? Was verstehst du überhaupt darunter? Wie grenzt du dich da ab? Viele komplexe Fragen, die ich sehr interessant finde... ;-)! Wenn du Lust und Zeit hast, kannst du sie mir ja vielleicht noch kurz beantworten! Gut gemacht!

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