Globalisierte Kultur - Marija Ljoljic
Bereits in der Schule
haben wir im Fach GWK das Thema Globalisierung besprochen und darüber diskutiert,
welche Auswirkungen sie auf den wirtschaftlichen Bereich hat und welche
Auswirkungen sie auf den Weltmarkt aber auch auf uns selbst hat. Globalisierung
hat aber auch einen großen Einfluss und eine starke Wirkung auf unsere Kultur. Auch
Anglizismen machen einen großen Teil unserer Sprache heutzutage aus. Diese
stammen meistens aus dem englischsprachigen Raum. Verschiedene Ausdrücke wie
cool und chillig, sind nicht nur im täglichen jugendlichen Sprachgebrauch,
sondern zeichnen sich auch auf die Standardsprache aus.
Welche Rolle spielt die "Eine-Waren-Welt" in meinem Leben? Gefällt dir diese Entwicklung? Welche Vorteile bzw. Nachteile bringt sie mit sich?
Sich eine Welt ohne Franchise Unternehmen und internationalen Marken,
wäre für viele von uns unvorstellbar. Deshalb spielen der geliebte McDonald’s,
Burger King, TGI, KFC etc. eine sehr große Rolle in unserem Leben. Die meisten
dieser Restaurants kannten unsere Großeltern oder Eltern vor einigen
Jahrzehnten gar nicht. Zum Glück kennen wir sie und haben die Möglichkeit dort
auch einiges zu konsumieren. Was wären Einkaufsstraßen ohne einem H&M, Zara
oder diversen anderen Geschäften aus aller Welt? Unvorstellbar, nicht wahr?
Solche großen Betriebe haben die Möglichkeit und Chance ihre Ware und
Produkte zu einem günstigeren Preis anzubieten, als kleinere „unbekanntere“
Unternehmen. Außerdem spielt das Marketing bei solchen Unternehmen eine große
Rolle: sie können es sich nicht nur leisten, sondern haben es meistens auch
geschafft, dass jeder weltweit bereits irgendwo mindestens ein Werbeplakat von
ihnen gesehen hat. Allein wenn ich an McDonald’s denke – es vergeht kein Tag,
an dem man nicht ein riesiges Plakat bei der Bushaltestelle, auf der Autobahn
oder sonst wo erblickt.
Natürlich gibt es auch Nachteile, wie der Verlust des „eigenen“. Ich
mein damit, dass die Kultur des österreichischen Hab und Gut oft verloren geht
durch solche Betriebe. Ich bin damit aufgewachsen, kenne es nicht anders und
bin um ehrlich zu sein froh, dass wir die Möglichkeit haben, alles erdenkliche,
das es in vielen anderen Ländern auch gibt, hier zu kaufen. Ansonsten müssten
wir ständig nach einem Urlaub mit einem zweiten Koffer anreisen (wenn wir es
nicht schon tun). Ich meine nur, dass wir durch all das die Möglichkeit haben,
alles auch im eigenen Heimatland zu kaufen.
Welche Erfahrungen hast du persönlich
bereits mit globalisierter Kultur in deinem Leben gemacht? Wie beeinflusst sie
deinen Alltag? Wie beeinflusst sie dich zum Beispiel beim Reisen?
Ein Leben ohne
Globalisierung wäre für mich unvorstellbar. Ohne Globalisierung hätte ich nicht
die Möglichkeit via Internet und sozialen Medien in Kontakt mit meinen
Freunden, Bekannten und Verwandten zu treten – vor allem nicht mit jenen, die
nicht in Österreich leben. Soziale Netzwerke ermöglichen es mir, weltweit mit
jemanden via Internet zu agieren. Ehrlich, wer könnte sich ein Leben ohne dem
noch vorstellen?
Außerdem koche ich gerne diverse asiatische Gerichte
oder gehe gern in ein Asia-Lokal essen. Ich esse auch gerne italienisch oder
mexikanisch. Sei es nach der Schule, während dem Shoppen oder am Abend am
Wochenende. Deswegen bin ich froh, dass Globalisierung uns die Möglichkeit geschaffen
hat verschieden und abwechslungsreich zu essen. Für jeden ist etwas dabei.
Außerdem, wie du bereits sagtest, „durch die Globalisierung der Handelswege
indirekt auch mehr Toleranz unter Bürgern entstehen kann.“ Es ist wichtig, dass
wir die Möglichkeit erhalten neues auszuprobieren – auch in puncto Essen.
Gewisse Lebensmittel würden wir gar nicht kennen, geschweige denn ausprobieren,
wäre Import aus verschiedenen Ländern und Kulturen nicht möglich.
Auch hat es uns vereinfacht Dinge übers Internet zu
bestellen. Schnell mal was via Amazon bestellen, statt um die halbe Welt
fliegen und es besorgen: ist billiger und schneller. Ich meine, dass
Globalisierung uns neue Türen geöffnet hat, uns neue Wege geleitet hat und
unser Dasein vereinfacht hat.
Ich reise unheimlich gerne, entdecke neue Städte und
Länder. Es bietet mir die Möglichkeit Einblick in eine neue Kultur,
Traditionen, Essgewohnheiten, Sprache und Religion zu erhalten. Das finde ich
wichtig, damit man toleranter wird und auch andere Kulturen und Sitten
akzeptiert.
Verstehst du die Angst, dass lokale kulturelle Traditionen
durch die Globalisierung verloren gehen könnten? Überlege einmal, welche
Maßnahmen in dieser Beziehung in Österreich gesetzt werden.
Für mich ist diese Angst sehr gut nachvollziehbar.
Was macht ein Land aus, wenn nicht die kulturellen Traditionen wie Sitten,
Bräuche, Sprache, Religion und das Essen? Durch Globalisierung verschmelzen die
Traditionen miteinander.
Österreich versucht durch die Zeitschrift
„Serwus“ beispielweise Österreicherinnen und Österreichern trotzdem noch
weiterhin traditionelle Werte zu vermitteln. In diesem wird über die Schönheit
des Landes berichtet, Bräuche und auch traditionelle Rezepte sind vermerkt. Auch
werden diverse Schi-Evente oft und ständig übertragen, da wir ja stolz darauf
sind. Auch diverse Radio-Sender oder TV-Sendungen sind vorhanden.
Auch mit diversen
Kirtagen versucht Österreich Traditionen zu bewahren und viele haben ja auch
ein schönes Dirndl oder eine Lederhose im Schrank hängen. Wir leben zwar in
einem „Multi-Kulti-Land“ aber sind uns dennoch bewusst und schätzen unsere
Werte und Traditionen.
Wie wichtig ist dir der Erhalt
"österreichischer" Traditionen und Werte, einer
"österreichischen Identität"?
Der Erhalt der österreichischen Traditionen
ist für das Land selbst sehr wichtig. Traditionen gibt es seit Jahren und
natürlich ist es in keinem Interesse, dass dies plötzlich „verloren geht“. Ich
selbst bin mit zwei verschiedenen Kulturen aufgewachsen und schätze nicht eine
mehr als die andere.
Wien als Stadt ist sehr offen gegenüber
anderen Ländern, Kulturen und Sitten. Natürlich, denn man will ja nichts als
„Ausländerfeindlich“ abgestempelt werden. Man ist offen und lässt auch vieles
zu aber dennoch ist es wichtig, seine eigenen Werden und Traditionen nicht zu
vergessen – denn diese sollen nicht verloren gehen. Österreich wird schon
allein durch die Sprache und Dialekte, die schöne Landschaft und das Essen die
österreichische Identität nicht verlieren.
Wo in deinem Alltag kommst du mit "hybriden
Kulturen" in Kontakt? Nutzt du diese aktiv oder sind dir solche
Entwicklungen eher unheimlich?
Inwieweit bist du selbst ein "hybrides kulturelles
Wesen"?
Da wir alle täglich
in Kontakt mit verschiedenen Kulturen treten und im Prinzip bereits in einem
Land leben, das verschiedene Traditionen und Werte aus aller Welt besitzt, sind
wir alle geprägt mit hybriden Kulturen. Wir wachsen zwar eventuell in einer
österreichischen Familie auf, lernen aber beispielweise im Kindergarten schon
die türkischen Bräuche und Sitten, damit sich die Kleinkinder bereits besser
„integrieren“ können und sich verstanden fühlen. Wir wollen das Gefühl
vermitteln, dass wir bereits sind einen Schritt auf sie zuzugehen und zeigen
Interesse, damit sie auch Interesse an dem Land zeigen, in dem sie leben.
Ich selbst bin mit
einer hybriden Kultur aufgewachsen – kroatisch und österreichisch. Ich schätze
beide Traditionen und Länder sehr. Zu Hause nutze ich die eine Kultur mehr als
die andere. Ich weiß nicht ob man das genau so sagen kann? Nun gut, ich spreche
zu Hause kroatisch, damit ich die Sprache nicht verlerne und meine Eltern sehen
es als wichtig, dass ich beide Sprachen gut beherrsche. Ich esse zu Hause aber
genau so gut ein Wiener Schnitzel. .Ich finde solche Entwicklungen sind eine
Bereicherung. Es wäre Schade, wenn eine von den zweien „verloren“ geht.
Beurteilungsraster
Beurteilungskriterium
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Abstufungen
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Beantwortung der Fragen
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sehr ausführlich
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ausführlich
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ausreichend
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minimalistisch
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zu wenig
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InhaltlicheAuseinandersetzung mit den
Fragen
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sehr
ausführlich
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ausführlich
|
ausreichend
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minimalistisch
|
zu wenig
|
PersönlicheAuseinandersetzung mit den
Fragen
|
sehr
ausführlich
|
ausführlich
|
ausreichend
|
minimalistisch
|
zu wenig
|
Persönlicher
Kommentar
Es war für mich
persönlich sehr interessant mich mit dem Thema so umfassend
auseinanderzusetzen. Um ehrlich zu sein hatte ich dennoch Schwierigkeiten „rein
zu kommen“, mir eine Meinung dazu zu bilden und das dann auch genau so in Worte
zu fassen, wie ich es meine. Ich hoffe trotzdem, dass ich meine Arbeit
ausführlich vollbracht habe.
Liebe Marija,
AntwortenLöschenDu hast dich sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigt und oft deine persönlichen Erfahrungen mit einbezogen, was ich sehr interessant beim Lesen gefunden habe! Nur in einer Sache bin ich mit dir nicht ganz einer Meinung: Mir komt es inzwischen schon oft so vor, dass viele österreichischen Kulturevents, z.B. Kirtage, ein bisschen "pseudokulturell" sind! Oft werden diese Events gerade in Wien für Leute veranstaltet (Touristen und Städter), die eigentlich mit den dahinter liegenden Traditionen kaum mehr etwas anfangen können. Es geht um den schönen Schein und ein "WIR-Gefühl", was ich in diesem Zusammenhang schon öfters mal bedenklich finde. Aber wenn du das bis jetzt immer als positiv erlebt hast, dann ist es natürlich auch gut! ;-) Super gemacht!