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Freitag, 27. März 2015

Globalisierte Kultur

Globalisierte Kultur - Marija Ljoljic


Bereits in der Schule haben wir im Fach GWK das Thema Globalisierung besprochen und darüber diskutiert, welche Auswirkungen sie auf den wirtschaftlichen Bereich hat und welche Auswirkungen sie auf den Weltmarkt aber auch auf uns selbst hat. Globalisierung hat aber auch einen großen Einfluss und eine starke Wirkung auf unsere Kultur. Auch Anglizismen machen einen großen Teil unserer Sprache heutzutage aus. Diese stammen meistens aus dem englischsprachigen Raum. Verschiedene Ausdrücke wie cool und chillig, sind nicht nur im täglichen jugendlichen Sprachgebrauch, sondern zeichnen sich auch auf die Standardsprache aus.

Welche Rolle spielt die "Eine-Waren-Welt" in meinem Leben? Gefällt dir diese Entwicklung? Welche Vorteile bzw. Nachteile bringt sie mit sich?

Sich eine Welt ohne Franchise Unternehmen und internationalen Marken, wäre für viele von uns unvorstellbar. Deshalb spielen der geliebte McDonald’s, Burger King, TGI, KFC etc. eine sehr große Rolle in unserem Leben. Die meisten dieser Restaurants kannten unsere Großeltern oder Eltern vor einigen Jahrzehnten gar nicht. Zum Glück kennen wir sie und haben die Möglichkeit dort auch einiges zu konsumieren. Was wären Einkaufsstraßen ohne einem H&M, Zara oder diversen anderen Geschäften aus aller Welt? Unvorstellbar, nicht wahr?

Solche großen Betriebe haben die Möglichkeit und Chance ihre Ware und Produkte zu einem günstigeren Preis anzubieten, als kleinere „unbekanntere“ Unternehmen. Außerdem spielt das Marketing bei solchen Unternehmen eine große Rolle: sie können es sich nicht nur leisten, sondern haben es meistens auch geschafft, dass jeder weltweit bereits irgendwo mindestens ein Werbeplakat von ihnen gesehen hat. Allein wenn ich an McDonald’s denke – es vergeht kein Tag, an dem man nicht ein riesiges Plakat bei der Bushaltestelle, auf der Autobahn oder sonst wo erblickt.

Natürlich gibt es auch Nachteile, wie der Verlust des „eigenen“. Ich mein damit, dass die Kultur des österreichischen Hab und Gut oft verloren geht durch solche Betriebe. Ich bin damit aufgewachsen, kenne es nicht anders und bin um ehrlich zu sein froh, dass wir die Möglichkeit haben, alles erdenkliche, das es in vielen anderen Ländern auch gibt, hier zu kaufen. Ansonsten müssten wir ständig nach einem Urlaub mit einem zweiten Koffer anreisen (wenn wir es nicht schon tun). Ich meine nur, dass wir durch all das die Möglichkeit haben, alles auch im eigenen Heimatland zu kaufen.

Welche Erfahrungen hast du persönlich bereits mit globalisierter Kultur in deinem Leben gemacht? Wie beeinflusst sie deinen Alltag? Wie beeinflusst sie dich zum Beispiel beim Reisen?

Ein Leben ohne Globalisierung wäre für mich unvorstellbar. Ohne Globalisierung hätte ich nicht die Möglichkeit via Internet und sozialen Medien in Kontakt mit meinen Freunden, Bekannten und Verwandten zu treten – vor allem nicht mit jenen, die nicht in Österreich leben. Soziale Netzwerke ermöglichen es mir, weltweit mit jemanden via Internet zu agieren. Ehrlich, wer könnte sich ein Leben ohne dem noch vorstellen?

Außerdem koche ich gerne diverse asiatische Gerichte oder gehe gern in ein Asia-Lokal essen. Ich esse auch gerne italienisch oder mexikanisch. Sei es nach der Schule, während dem Shoppen oder am Abend am Wochenende. Deswegen bin ich froh, dass Globalisierung uns die Möglichkeit geschaffen hat verschieden und abwechslungsreich zu essen. Für jeden ist etwas dabei. Außerdem, wie du bereits sagtest, „durch die Globalisierung der Handelswege indirekt auch mehr Toleranz unter Bürgern entstehen kann.“ Es ist wichtig, dass wir die Möglichkeit erhalten neues auszuprobieren – auch in puncto Essen. Gewisse Lebensmittel würden wir gar nicht kennen, geschweige denn ausprobieren, wäre Import aus verschiedenen Ländern und Kulturen nicht möglich.

Auch hat es uns vereinfacht Dinge übers Internet zu bestellen. Schnell mal was via Amazon bestellen, statt um die halbe Welt fliegen und es besorgen: ist billiger und schneller. Ich meine, dass Globalisierung uns neue Türen geöffnet hat, uns neue Wege geleitet hat und unser Dasein vereinfacht hat.

Ich reise unheimlich gerne, entdecke neue Städte und Länder. Es bietet mir die Möglichkeit Einblick in eine neue Kultur, Traditionen, Essgewohnheiten, Sprache und Religion zu erhalten. Das finde ich wichtig, damit man toleranter wird und auch andere Kulturen und Sitten akzeptiert.

Verstehst du die Angst, dass lokale kulturelle Traditionen durch die Globalisierung verloren gehen könnten? Überlege einmal, welche Maßnahmen in dieser Beziehung in Österreich gesetzt werden.

Für mich ist diese Angst sehr gut nachvollziehbar. Was macht ein Land aus, wenn nicht die kulturellen Traditionen wie Sitten, Bräuche, Sprache, Religion und das Essen? Durch Globalisierung verschmelzen die Traditionen miteinander.

Österreich versucht durch die Zeitschrift „Serwus“ beispielweise Österreicherinnen und Österreichern trotzdem noch weiterhin traditionelle Werte zu vermitteln. In diesem wird über die Schönheit des Landes berichtet, Bräuche und auch traditionelle Rezepte sind vermerkt. Auch werden diverse Schi-Evente oft und ständig übertragen, da wir ja stolz darauf sind. Auch diverse Radio-Sender oder TV-Sendungen sind vorhanden.

Auch mit diversen Kirtagen versucht Österreich Traditionen zu bewahren und viele haben ja auch ein schönes Dirndl oder eine Lederhose im Schrank hängen. Wir leben zwar in einem „Multi-Kulti-Land“ aber sind uns dennoch bewusst und schätzen unsere Werte und Traditionen.

Wie wichtig ist dir der Erhalt "österreichischer" Traditionen und Werte, einer "österreichischen Identität"?

Der Erhalt der österreichischen Traditionen ist für das Land selbst sehr wichtig. Traditionen gibt es seit Jahren und natürlich ist es in keinem Interesse, dass dies plötzlich „verloren geht“. Ich selbst bin mit zwei verschiedenen Kulturen aufgewachsen und schätze nicht eine mehr als die andere.

Wien als Stadt ist sehr offen gegenüber anderen Ländern, Kulturen und Sitten. Natürlich, denn man will ja nichts als „Ausländerfeindlich“ abgestempelt werden. Man ist offen und lässt auch vieles zu aber dennoch ist es wichtig, seine eigenen Werden und Traditionen nicht zu vergessen – denn diese sollen nicht verloren gehen. Österreich wird schon allein durch die Sprache und Dialekte, die schöne Landschaft und das Essen die österreichische Identität nicht verlieren.

Wo in deinem Alltag kommst du mit "hybriden Kulturen" in Kontakt? Nutzt du diese aktiv oder sind dir solche Entwicklungen eher unheimlich?

Inwieweit bist du selbst ein "hybrides kulturelles Wesen"?

Da wir alle täglich in Kontakt mit verschiedenen Kulturen treten und im Prinzip bereits in einem Land leben, das verschiedene Traditionen und Werte aus aller Welt besitzt, sind wir alle geprägt mit hybriden Kulturen. Wir wachsen zwar eventuell in einer österreichischen Familie auf, lernen aber beispielweise im Kindergarten schon die türkischen Bräuche und Sitten, damit sich die Kleinkinder bereits besser „integrieren“ können und sich verstanden fühlen. Wir wollen das Gefühl vermitteln, dass wir bereits sind einen Schritt auf sie zuzugehen und zeigen Interesse, damit sie auch Interesse an dem Land zeigen, in dem sie leben.

Ich selbst bin mit einer hybriden Kultur aufgewachsen – kroatisch und österreichisch. Ich schätze beide Traditionen und Länder sehr. Zu Hause nutze ich die eine Kultur mehr als die andere. Ich weiß nicht ob man das genau so sagen kann? Nun gut, ich spreche zu Hause kroatisch, damit ich die Sprache nicht verlerne und meine Eltern sehen es als wichtig, dass ich beide Sprachen gut beherrsche. Ich esse zu Hause aber genau so gut ein Wiener Schnitzel. .Ich finde solche Entwicklungen sind eine Bereicherung. Es wäre Schade, wenn eine von den zweien „verloren“ geht.

Beurteilungsraster



Beurteilungskriterium
Abstufungen
Beantwortung der Fragen
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
InhaltlicheAuseinandersetzung mit den Fragen
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
PersönlicheAuseinandersetzung mit den Fragen
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig


Persönlicher Kommentar

Es war für mich persönlich sehr interessant mich mit dem Thema so umfassend auseinanderzusetzen. Um ehrlich zu sein hatte ich dennoch Schwierigkeiten „rein zu kommen“, mir eine Meinung dazu zu bilden und das dann auch genau so in Worte zu fassen, wie ich es meine. Ich hoffe trotzdem, dass ich meine Arbeit ausführlich vollbracht habe.

1 Kommentar:

  1. Liebe Marija,
    Du hast dich sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigt und oft deine persönlichen Erfahrungen mit einbezogen, was ich sehr interessant beim Lesen gefunden habe! Nur in einer Sache bin ich mit dir nicht ganz einer Meinung: Mir komt es inzwischen schon oft so vor, dass viele österreichischen Kulturevents, z.B. Kirtage, ein bisschen "pseudokulturell" sind! Oft werden diese Events gerade in Wien für Leute veranstaltet (Touristen und Städter), die eigentlich mit den dahinter liegenden Traditionen kaum mehr etwas anfangen können. Es geht um den schönen Schein und ein "WIR-Gefühl", was ich in diesem Zusammenhang schon öfters mal bedenklich finde. Aber wenn du das bis jetzt immer als positiv erlebt hast, dann ist es natürlich auch gut! ;-) Super gemacht!

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