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Donnerstag, 26. März 2015

Die "Eine-Waren-Welt"

Welche Rolle spielt die "Eine-Waren-Welt in meinem Leben?

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der man in jeder Stadt unterschiedliche Restaurants mit verschiedenen Speisen, verschiedene Modehäuser mit unterschiedlichen Marken oder auch unterschiedliche Kinos mit verschiedenen Filmen vorfinden kann. Genau so hat die Welt vor einigen Jahrzehnten auch noch ausgesehen. Unsere Großeltern - teilweiße sogar noch unsere Eltern - kannten oft keine ausländischen Güter. Franchise Unternehmen und international vertretene Marken waren ihnen fremd. Heut zu Tage ist es für die meisten Menschen schwer, sich eine Welt vorzustellen, in der nicht an jeder Ecke ein großes goldenes "M" das Stadtbild prägt oder in jeder Straße ein H&M zu finden ist. Natürlich hat diese "Eine-Waren-Welt" viele Vorteile. Ein großer Vorteil ist definitiv, dass man auch im Ausland die gewohnte "Qualität" zum annähernd selben Preis wie in der Heimat kaufen kann. Betriebe können außerdem ihre Wahren zu einem viel günstigeren Preis anbieten, als es zum Beispiel unbekannte Kleinbetriebe können. Außerdem haben solche "Handelsketten" den Vorteil, dass sie sich im Vergleich zu Kleinbetrieben Werbung leisten können. Wo Vorteile sind, sind jedoch häufig auch Nachteile. Eine Branche, die meiner Meinung nach definitiv verliert ist die des Tourismus. Viele potentielle Touristen verlieren dass Interesse an "Shoppingtourismus", da sie ja ohnehin alles was ihr Herz begehrt auch in ihrem eigenen Land oder gar ihrer eigenen Stadt bekommen können. Einen Weiteren Nachteil einer solchen "Eine-Waren-Welt"sehe ich außerdem darin, dass sich schnell Monopole entwickeln können, die folglich wesentlich zu einer negativen Preisentwicklung eines Produktes beitragen. Ich persönlich bin ein großer Freund von breiter Auswahl, daher muss ich leider sagen, dass mir eine solche Entwicklung nicht so gut gefällt.

Welche Erfahrungen habe ich persönlich bereits mit globalisierter Kultur in meinem Leben gemacht?

Ich habe in meinem Leben schon zahlreiche Erfahrungen mit globalisierter Kultur gemacht. Vorallem in der Schule komme ich oft mit diesem Thema in Berührung. Englisch wird heute sogar schon in manchen Volksschulen unterrichtet, ja sogar manche Kindergärten "unterrichten" in mehreren Sprachen. Auch im Alltag werde ich oft von globalisierter Kultur beeinflusst. Statt meinen Kaffee in einem urigen Wiener Kaffeehaus zu genießen, gehe ich zum Starbucks oder zum nächsten Coffeeshop. Statt zu einem Wiener Würstelstand zu gehen, gehe ich viel häufiger zum "Mci" oder zum nächsten Imbiss und bestelle mir dort einen Döner oder eine Pizzaschnitte.
Hingegen beeinflusst mich eine globalisierte Kultur eher weniger beim Reisen. Da ich meinen Sommerurlaub am liebsten an der oberen Adria, und meinen Winterurlaub am liebsten bei der Oma in Kärnten oder in Salzburg verbringe kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass ich mich hier relativ wenig von globalisierten Kulturen beeinflussen lasse.

Verstehe ich die Angst, dass lokale kulturelle Traditionen durch die Globalisierung verloren gehen könnten?

Natürlich kann ich nachvollziehen, dass Traditionen durch die starke Globalisierung verloren gehen. Ein gutes Beispiel hierfür ist sicherlich das "Aussterben" der Kärtner. Die meisten jungen Kärtner ziehen in die Stadt, da sie dort mehrere Möglichkeiten erwartet als am Land. Durch diese Abwanderung der jungen Generation vom Land in die Stadt sterben auch etliche Dialekte langsam aus.
Auch viele Sitten und Bräuche sterben aus. Hier fällt mir zum Beispiel das traditionelle Osterfeuer in Kärnten ein. Hier sollte man aber auch erwähnen, dass dies nicht nur mit der Globalisierung zutun hat, sondern auch mit verschärften Richtlinien im Brand- und Umweltschutz.

Wie wichtig ist mir der Erhalt "österreichischer" Traditionen und Werte, einer "österreichischen Identität"?

Traditionen und Werte, einer "österreichischen Identität" sind mir wichtiger denn je. Gerade in der Zeit der Globalisierung, in der zahlreiche Traditionsbetriebe für internationale Handelsketten Platz machen müssen sollte dem Heimat und Traditionsbewusstsein besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Jedoch sollte man sich auf im Klaren sein, dass die österreichische Kultur nicht wichtiger ist als die von anderen Nationalitäten. Man sollte niemandem seine Kultur aufzwingen, jedoch finde ich das man sich sowohl mit der eigenen, als auch mit fremden Kulturen intensiv beschäftigen sollte, bevor man sich ein Bild zu diesen macht.

Beurteilungskriterium
Abstufungen
Beantwortung der Fragen
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
InhaltlicheAuseinandersetzung mit den Fragen
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
PersönlicheAuseinandersetzung mit den Fragen
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig


 


1 Kommentar:

  1. Lieber Sebastian,
    Du hast gute Überlegungen zu den einzelnen Fragen angestellt, allerdings fehlt mir die Auseiandersetzung mit dem Thema "hybride Kultur" und ob du dich als ein "hybrides kulturelles Wesen" sihst oder nicht. Das hätte mich noch interessiert. Die Verbindung mit Kärnten finde ich ein sehr gutes Beispiel, wie sich auch regionale Identität verändert durch diverse Ursachen, allerdings kann ich dir bei der oberen Adria nicht ganz zustimmen. Diese ist bereits so touristisch überprägt und an touristische Bedürfnisse angepasst, dass man orginale italienische Schauplätze bzw. Orte schon suchen muss. Hier pulsiert die Globalisierung meiner Meinung quasi!
    Dein Beirtag gefällt mir alles im allen gut, nur manchmal hätte es ein bisschen ausführlicher sein können! :-)

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